31.07.2025
/ Quelle: marketing-boerse.de
Eine Studie zeigt 13 Fehler im E-Mail-Marketing – von fehlender Segmentierung bis zu irreführenden Betreffzeilen.
E-Mail-Marketing bleibt ein zentrales Werkzeug für den direkten Draht zum Kunden. Doch eine aktuelle Studie von Digital Silk zeigt: Viele Unternehmen verspielen ihr Potenzial durch vermeidbare Fehler. Wer seine Kampagnen wirksam gestalten will, sollte die häufigsten Stolperfallen kennen – und vermeiden.
Die 13 typischen Fehler im E-Mail-Marketing:
1. Fehlende Segmentierung der Zielgruppe
Wer alle Kontakte mit denselben Inhalten anspricht, verschenkt enormes Potenzial. Aktive Käufer benötigen andere Botschaften als kalte Leads, sonst bleiben Relevanz und Wirkung auf der Strecke.
2. Personalisierung wird vernachlässigt
Individuelle Ansprache entscheidet über den Erfolg. Studien zeigen, dass 88 Prozent der Marketer durch Personalisierung mehr Umsatz erzielen – fast die Hälfte sogar signifikant.
3. Unpassende Versandfrequenz
E-Mails zu oft oder zu selten zu versenden, wirkt gleichermaßen schädlich. Mehr als die Hälfte der Konsumenten wechselt zu einem anderen Anbieter, wenn sie überflutet oder immer wieder mit denselben Angeboten bedrängt werden.
4. Übertriebener Verkaufsfokus
Wer Mails ausschließlich als Verkaufskanal nutzt, verfehlt die Erwartungen vieler Kunden. 53 Prozent der Befragten wünschen sich stattdessen Empfehlungen und Inhalte, die auf früherem Kaufverhalten basieren.
5. E-Mail-Analysen werden ignoriert
Daten sind entscheidend: Öffnungsraten, Klicks und Interaktionen geben wertvolle Hinweise. In Nordamerika liegt die durchschnittliche Öffnungsrate bei 45,3 Prozent, doch nur ein Bruchteil klickt oder interagiert weiter – ein Signal, das ernst genommen werden muss.
6. Unklare oder schwache Betreffzeilen
Die Betreffzeile entscheidet über Öffnen oder Löschen. 43 Prozent der Verbraucher klicken allein deshalb, weil die Überschrift sie anspricht. Ohne Relevanz geht jede Mail unter.
7. Mangelnde Optimierung für mobile Endgeräte
Da inzwischen rund 61,5 Prozent des Internetverkehrs über Smartphones laufen, muss jede E-Mail mobilfreundlich gestaltet sein. Wer darauf verzichtet, verliert große Teile seiner Leserschaft.
8. Fehlende klare Handlungsaufforderungen
Ohne eindeutige Call-to-Actions bleibt der Empfänger im Unklaren. Jede Mail sollte klar formulieren, welchen nächsten Schritt der Leser gehen soll.
9. Verwendung generischer Vorlagen
Austauschbare E-Mails ohne Wiedererkennungswert schaden dem Markenauftritt. 64 Prozent der Verbraucher öffnen Mails eher, wenn sie mit einer bekannten und vertrauenswürdigen Marke verbunden sind – das gelingt nur mit individuellen Designs.
10. Zu komplizierte Opt-in-Prozesse
Lange Formulare oder überladene Anmeldeangebote schrecken Interessenten ab. Je einfacher und transparenter der Einstieg gestaltet ist, desto höher die Bereitschaft, sich anzumelden.
11. Schwierige oder versteckte Abmeldemöglichkeiten
Verbraucher erwarten eine schnelle und unkomplizierte Abmeldung. Wer Links versteckt oder mehrstufige Prozesse anbietet, riskiert nicht nur Frust, sondern auch, im Spam-Ordner zu landen.
12. Mangelnde Pflege der E-Mail-Listen
Regelmäßige Aktualisierung ist Pflicht. Wer weiterhin an inaktive Kontakte sendet, verschlechtert Zustellraten und riskiert ein negatives Markenimage.
13. Missachtung von Datenschutzgesetzen
Gesetze wie die DSGVO oder der CAN-SPAM-Act sind verbindlich. Wer hier Fehler macht, gefährdet nicht nur seine Glaubwürdigkeit, sondern riskiert Abmahnungen und hohe Strafen.