Praktisches Werbe- und Marketing ABC: V

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VA

Verbraucheranalyse.

Vakat

Leerseite, unbedruckte Seite (Druck).

Validität

Übereinstimmung eines Marktforschungsergebnisses mit dem tatsächlichen Sachverhalt.

Value Adding

Erhöhung der Attraktivität eines Produktes durch Hinzufügen besonderer Attribute (z.B. Unterschriften von Fußballstars auf einem Fußball).

Value-added Packaging

Erhöhung der Attraktivität einer Verpackung durch Hinzufügen besonderer Attribute (z.B. Kirschimitate auf der Verpackung von Kirschpralinen).

Value-added Services

Erhöhung der Attraktivität eines Produktes durch besondere Service-Merkmale (bei Autos z.B. Abschleppservice und Hotelunterkunft im Pannenfall).

 

Valuta-Angebot

Gemeint ist damit das ➔ Order now-pay later Angebot.

Vampir Effect

Bezeichnung für den Effekt, dass dem Umworbenen zwar Teile der Werbung, nicht aber das Produkt selbst in Erinnerung geblieben sind. (Schlechte Werbung!)

Variable

Eine Variable ist eine definierte Größe, die sich innnerhalb eines persomalisierten ➔ Mailings verändert, wie etwa die Anrede im ➔ Werbebrief.

Variable Kosten

Kosten, die sich unabhängig von den ➔ fixen Kosten verändern können und entsprechend das Betriebsergebnis beeinflussen, z.B. Personal-, Energie-, Material- oder Transportkosten. ➔ Deckungsbeitragsrechnung (Betriebliches Rechnungswesen).

Variationsvergleich

verschiedene Ausführungen einer Anzeige im Test.

Vehicle

Werbeträger.

Vektorbild

ein digitales Bild (meist Grafik oder Strich-Illustration), das nicht durch Punkte bzw. ➔ Pixel (siehe ➔ TIFF) definiert wird, sondern durch eine Serie von mathematischen Vektoren (Linienverbindungen und Ankerpunkten), die (im Gegensatz zum TIFF-Bild) weniger Speicherplatz benötigen und mehr Möglichkeiten im ➔ Desktop-Publishing und beim ➔ Plotten eröffnen. ➔ Bezierkurve, ➔ PostScript, ➔ Vektor-Daten. Darstellung einer Vektorgrafik mit Linienverbindungen und Ankerpunkten.

Vektor-Daten

digitale Aufbaustruktur von Text- und Grafikdaten, basierend auf der direkten Verbindung definierter Punkte in der Grafik. Vektorisierte Bild- und Textelemente sind äußerst variabel im ➔ Desktop-Publishing anzuwenden und beliebig zu modifizieren. ➔ Bezierkurve, ➔ PostScript (Computergrafik).

Verbraucher

Konsumenten, Verwender und Empfänger von Produkten und Dienstleistungen. Man unterscheidet zwischen
– Privathaushalten (Privatpersonen),
– Institutionen (ohne Erwerbscharakter),
– Organisationen und Vereinen,
– Öffentlicher Hand (Staat und Kommunen),
– Unternehmen (und Einzelkaufleuten). Alle diese Verbrauchergruppen gliedern sich in mehrere Untergruppen von unterschiedlicher absatzwirtschaftlicher Bedeutung. Durch die Werbung zu erreichen sind jeweils die einkaufsentscheidenden Personen, diese stellen die ➔ Zielgruppe dar.

Verbraucheranalyse

(VA), Untersuchung über das Konsum-, Besitz- und Kommunikationsverhalten einer bestimmten Verbrauchergruppe ( ➔ Zielgruppe). Die VA wird mit verschiedensten Methoden durchgeführt (Marktforschung).

Verbraucheranteil

Anteil aller Befragten, die ein bestimmtes Produkt verbrauchen (Marktforschung).

Verbrauchermarkt

Großflächen-Betriebsform des Einzelhandels mit Selbstbedienung und breit gefächertem Angebot. Größe meist zwischen 10.000 und 20.000 qm Verkaufsfläche.

Verbraucherschutz

auch Konsumentenschutz, geregelt durch die Gesetzgebung. Grundlage sind die Gesetzeswerke gegen den ➔ Unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Kartellgesetz. Zusätzlich gibt es eine Reihe privatrechtlicher Konsumentenhilfen, Verbraucherverbände und -beratungen, welche im Verbraucherinteresse Produkte und Geschäftsgebahren prüfen und werten. Auf europäischer Ebene gibt es die Entschließung “EG-Schutz für Verbraucher“, die folgende Grundrechte der Verbraucher zusammenfasst:
– Recht auf Schutz von Gesundheit und Sicherheit,
– Recht auf Schutz seiner wirtschaftlichen Interessen,
– Recht auf Wiedergutmachung für erlittenen Schaden,
– Recht auf Unterricht und Bildung,
– Recht auf Vertretung, gehört zu werden. S. auch: ➔ Widerrufsrecht.

Verbrauchertypologie

Einteilung des Verbrauchers in seine spezifischen Erscheinungsformen im Interesse einer exakten Zielgruppenbestimmung ( ➔ Typologie). Beispiele von Einteilungskriterien: Geschlecht, Lebensalter, Beruf, Einkommen, soziale Stellung.

Verbrauchsgüter

Konsumgüter, Güter des täglichen Bedarfs wie Nahrungs- und Genussmittel. V. decken kurzfristig und regelmäßig den Massenbedarf.

Verbreitete Auflage

verkaufte &K;plus kostenlos vertriebene Exemplare (Frei-, Werbe- und Rezensionsexemplare) einer Zeitung/Zeitschrift. ➔ Verkaufte Auflage.

Verbreitungsanalyse

eine von der ➔ IVW erstellte Analyse über die (geografische) Verbreitung von Zeitungen oder Zeitschriften.

Verbreitungsdaten

geben allein die Daten über die Verbreitung eines Printmediums an, ohne Auskunft über Leserschaft, Lesegewohnheiten und ➔ Überschneidungen zu geben.

Verbreitungsgebiet

geografischer Raum, in dem ein Printmedium (Zeitung, Zeischrift) verbreitet (vertrieben) wird.

Verbundangebote

Artikel, die sich im Nutzen ergänzen, werden am ➔ Point of Sales zusammen angeboten. Beispiel: Feuerzeuge und Zigaretten werden im gleichen Regal platziert.

Verbundmailing

Gemeinsames Mailing mehrerer Werbungtreibender, die eine gemeinsame Zielgruppe ansprechen. Ziel eines Verbundmailing ist es vor allem, die Kosten zu senken. Ein deutlicher Nachteil besteht in der meist geringeren Aufmerksamkeitswirkung und darin, dass evtl. das negative Image des Mitanbieters auf das eigene Unternehmen übertragen wird.

Verbundwerbung

1.Ein Werbemittel (Prospekt, Anzeige u.a.) enthält die Werbebotschaften verschiedener Firmen;
2. ➔ Gemeinschaftswerbung, Sammelwerbung.

Verdrängungswettbewerb

Wettbewerbsvorgang in der Marktwirtschaft, bei dem der stärkere Bewerber den schwächeren verdrängt. V. darf nicht mit unlauteren Mitteln geschehen; ➔ Unlauterer Wettbewerb, s. auch: ➔ Vergleichende Werbung.

Veredlung

(von Drucksachen): Drucklackieren, Kaschieren, z.B. Aufkleben von transparenten Folien.

Verflachen

Kontrastverringerung innerhalb einer Bildwiedergabe (Reproduktion).

Verfremdung

Veränderung einer Bildvorlage in Form und Farbe mittels (manueller) Retusche, fotografischen oder digitalen Mitteln (per Computer). ➔ Bildbearbeitung.

Vergleichende Werbung

Nach dem Wortlaut der EU-Richtlinien ist vergleichende Werbung “jede Werbung, die unmittelbar oder mittelbar einen Mitbewerber oder die Erzeugnisse, die von einem Mitbewerber angeboten werden, erkennbar macht.“ V.W. ist grundsätzlich &K;zulässig,
– wenn der Vergleich nicht irreführend ist,
– wenn nachprüfbare Eigenschaften miteinander verglichen werden,
– wenn Konkurrenten nicht herabgesetzt oder verunglimpft werden,
– wenn durch den Vergleich keine Verwechslungen auf dem Markt zwischen dem Werbenden und dem Mitbewerber (bzw. den Marken, Produkten oder Dienstleistungen) entstehen,
– wenn objektive, wesentliche und nachprüfbare Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen miteinander verglichen werden, dazu gehört auch der Preis,
– wenn Waren mit Ursprungsbezeichnungen mit Waren gleichen Ursprungs verglichen werden,
– wenn keine Rufausnutzung ( ➔ Rufausbeutung) beim Vergleich stattfindet (d.h., bekannte Marken mit gutem Image werden deshalb in den Vergleich mit einbezogen, um das eigene Image aufzuwerten). Unter diesen Bedingungen, wenn sachlich, konkret, wahrheitsgemäß und in nicht herabsetzender Form vergleichend geworben wird, dürfen Konkurrenznamen, Preise und Eigenschaften der Produkte genannt werden. ➔ Systemvergleich; s. auch: ➔ Unlauterer Wettbewerb.

Vergleichender Warentest

öffentlich gemachte, objektive und wahrheitsgemäße Gegenüberstellung von Produkten (und Dienstleistungen). Bei anerkannten Prüf- und Veröffentlichungsmethoden erlaubt. ➔ Stiftung Warentest, ➔ Testurteil. S. auch ➔ Vergleichende Werbung.

Verkauf

wichtigstes Segment des ➔ Marketing. Zum V. gehören Angebot, Akquisition, Kommunikation, Information, Präsentation und Service. Der V. kann erfolgen
–in persönlicher Form über Verkäufer (häufigste Form),
– auf schriftliche Weise ( ➔ Direct Marketing),
– über ➔ Printmedien oder ➔ elektronische Medien (➔ Internet),
– über Kataloge (Versandhandel),
– über Telefon oder Telefax,
– über Automaten (z.B. bei Fahrkarten, Zigaretten). Bei allen Verkaufsformen sind die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten, besonders bei der ➔ Telefon- und Telefaxwerbung. ➔ Direct Marketing.

Verkäufermarkt

Ein V. entsteht, wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot. Folge: Preisanstieg. Gegenteil ist der ➔ Käufermarkt.

Verkaufseinheit

Mindestmenge einer Ware, die nur in Mehrfachpackungen (z.B. 3er Pack Büchsenmilch) angeboten wird.

Verkaufsförderung

(VKF), Sales Promotion; alle Maßnahmen, die dem direkten ➔ Verkauf und dem messbaren Umsatz danach dienen. Grundsätzlich kann sich die VKF an drei Zielgruppen richten:
1. an den betriebseigenen Außendienst (Mitarbeiterschulung, Motivationskurse, Wettbewerbe, Erfolgsprämien);
2. an den Handel (Händlerschulung und -motivation, Bereitstellung von Werbe- und Informationsmaterial wie Katalogen, Displays, Verkaufsständen etc.);
3. an den Endverbraucher ( ➔ Direct Marketing, Verteilen von ➔ Warenproben, Durchführung von ➔ Gewinnspielen und VKF-Aktionen wie ➔ Tag der offenen Tür etc.). Es gibt zahlreiche Verkaufsförderungs-Agenturen, die sich ganz auf VKF spezialisiert haben.

Verkaufsgespräch

das dem Verkaufsabschluss vorausgehende Gespräch zwischen dem Verkäufer und dem potenziellen Käufer. Das V. läuft nach bestimmten verkaufspsychologischen Regeln ab, die dem Verkäufer vom ➔ Verkaufstrainer vermittelt werden. Wichtig dabei ist die Reaktion des Verkäufers auf die Einwände des Kunden. Hauptsächliche Einwände sind
1. Routineeinwände: Kritik am Produkt, am Preis, an den Konditionen;
2. Demonstrationseinwände: allgemeine, grund„sätzliche Einwände über Kaufunwilligkeit (Kunde “demonstriert“ seine “Machtposition“ und eigene Meinung);
3. Dissonanzeinwände: der Kunde äußert tatsächliche Zweifel am Nutzwert des Produktes. ➔ Verkauf, ➔ Verkaufsförderung, ➔ Verkaufsstrategie.

Verkaufshilfen

alle Werbemittel, die am ➔ Point of Sales eingesetzt werden, z.B. Displays, Deckenhänger, Aufsteller, Schaufensterdekorationen.

Verkaufsleiter

Leiter der Verkaufs- bzw. Vertriebsabteilung, arbeitet eng mit dem Marketing Manager zusammen.

Verkaufspreis

Preis, der vom Endverbraucher gezahlt wird. Auch: Konsumentenpreis, Endverbraucherpreis, Einzelhandelspreis, Detailpreis ( ➔ Preise).

Verkaufsstrategie

(VS), taktische Vorgehensweise beim ➔ Verkauf innerhalb des Gesamt-Marketingkonzeptes. Ziele einer jeden VS: Umsatzsteigerung, Imageförderung, Markenfestigung (in dieser Reihenfolge). Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Verkaufsstrategien:
1. ➔ Hard Selling,
2. ➔ Soft Selling; Zwischenformen sind möglich. ➔ Verkaufsförderung

Verkaufstrainer

Ausbilder von Verkäufern, Vertretern und Lehrlingen (Auszubildenden). Arbeitet oft mit ➔ audiovisuellen Medien (Schulungshilfen).

Verkaufte Auflage

Anzahl der wirklich verkauften Exemplare einer Zeitung/Zeitschrift, im Gegensatz zur ➔ verbreiteten Auflage.

Verkehrskreise

juristischer Begriff für die von der Werbung angesprochenen ➔ Zielgruppen. Ob eine Werbung wettbewerbs- oder sittenwidrig ist, hängt u.a. davon ab, wie sie von den “Verkehrskreisen“ verstanden wird. ➔ Unlauterer Wettbewerb, ➔ Sittenwidrigkeit. Verkehrsmittelwerbung Werbung in und an öffentlichen Verkehrsmitteln (Bussen, Bahnen, Taxis u.a.), meist innerhalb regionaler Werbeplanungen eingesetzt. S. auch:  ➔ Außenwerbung.

Verkehrsmittelwerbung

Typus der mobilen Außenwerbung, der sich Verkehrsmittel als Werbeträger bedient (z.B. U-und S-Bahn, Busse, Taxis, Schiffe etc.).

Verlagsvertrag, (Autorenvertrag)

Ein Autor überträgt einem Verlag die Rechte zur Vervielfältigung und Verbreitung eines Werkes. Dabei können Regeln festgelegt werden, wie z.B. bei Übersetzungen, Bearbeitungen, Neuauflagen usw. verfahren wird. Der Verleger verpflichtet sich, das Werk zu vervielfältigen und zu verbreiten und den Autor durch Honorar am wirtschaftlichen Erfolg zu beteiligen.

Verlauf

allmähliche Übergänge bei ➔ Halbtonvorlagen oder von Helligkeitswerten innerhalb von Bildvorlagen.

Verlaufraster

stufenlos verlaufende Helligkeitswerte innerhalb einer gerasterten Tonfläche. ➔ Raster.

Verpackung

“Kleid“ und “Plakat“ des Produkts. Die V. muss produktadäquat sein und darf keine Fehl„assoziation hervorrufen. Beispiel: Die V. einer Seife sollte keinen Schokoladeninhalt assoziieren und umgekehrt. ' Mogelpackungen sind nicht erlaubt ( ➔ Unlauterer Wettbewerb). Zunehmend werden vom Verbraucher Mehrweg-Verpackungen und/oder recycelte Verpackungen bewusst bevorzugt. ( ➔ Packungs-Test).

Verpackungspolitik

wichtiges Instrument zur Absatzförderung, besonders im Selbstbedienungs-Vertrieb. Zu berücksichtigen sind zum Beispiel:
– Transportsicherheit,
– gute Lager- und Stapelfähigkeit,
– gute Raumnutzung, – leichte Handhabung (z.B. Öffnen und Schlie„ßen),
– klare Differenzierung zu anderen Produkten,
– klare Assoziation zum Inhalt,
– ansprechendes Erscheinungsbild (Gestaltung). Die Verpackung muss dem ➔ Corporate Identity des Herstellers entsprechen und sich in die Gesamt-Produktpalette einfügen.

Verpackungs-Test

Packungs-Test, ➔ Tachistoskopie (Marktforschung).

Versalhöhe

Höhe in Millimetern oder ➔ Punkt der Großbuchstaben einer Schrift. S. auch: ➔ Unterlänge (Abb.) (Typografie).

Versalien

Großbuchstaben (Typografie).

Versandhandel

Form des Warenvertriebs per Post, Handelssystem entsprechend dem des Einzelhandels. Besonderes Merkmal: Ersatz des persönlichen Verkäufers durch den Katalog. Dort muss die Ware in sowohl repräsentativer wie wahrheitsgemäßer Form abgebildet und beschrieben sein.

Verschenken von Waren

rechtlich zulässig, wenn es sich um Proben handelt, die kleiner sind als die handelsübliche Ware und wenn sie eindeutig der Warenerprobung (z.B. anlässlich einer Einführung) dient. Der kostenlose Versand einer Tageszeitung ist bis zu 2 Wochen erlaubt, einer Zeitschrift bis zu 3 Ausgaben. Das Verschenken von Originalware ist rechtlich problematisch, besonders, wenn es außerhalb einer probebezogenen Weitergabe (z.B. innerhalb einer Einführungsaktion) geschieht. ➔ Gratisproben, ➔ Warenproben, ➔ Werbegeschenke. S. auch: ➔ Unlauterer Wettbewerb.

Verschlüsselung

auch: vercoden, z.B. Umwandlung von Umfrage-Antworten in Code-Zahlen entsprechend dem Verschlüsselungsplan (Code-Plan). Danach kann die Auswertung elektronisch vorgenommen werden (Marktforschung).

Verstärker

Verstärker sind, nach der von Vögele entwickelten Dialog-Methode, alle positiv auf den Leser wirkenden Elemente eines ➔ Mailings. Das können z. B. Bilder oder Texte sein, die einen ➔ Nutzen signalisieren. Sie steigern die Chance, dass ein Mailing gelesen wird - und damit die Erfolgsquote. Im Gegensatz dazu wirken ➔ Filter erfolgsmindernd.

Versteckter Rabatt

Rabatt.

Versuchsmarkt

Testmarkt.

Vertikale Konkurrenz

Konkurrenz/Mitbewerber mit branchenfremden Produkten. ➔ Horizontale Konkurrenz.

Vertikale Sites

Webpräsenzen, die auf ein spezielles Publikum zielen. Dabei kann es sich um themenspezifische Sites (z.B. Unterhaltung) handeln oder um Sites, die eine bestimmte demographische Zielgruppe haben.

Vertrieb

alle Maßnahmen, die der Vorbereitung, Durchführung und Kontrolle absatzorientierter Tätigkeiten dienen. ➔ Absatz, ➔ Distribution, ➔ Vertriebswege.

Vertriebsbindung

Vertrag, in dem der Produzent dem Handel (den Händlern) bestimmte Vertriebswege und -formen vorschreibt (z.B. eingeschränkte Absatzgebiete oder Abnehmerkreise). Achtung: Häufig sind solche Verträge unzulässig (wettbewerbswidrig) und/oder verstoßen gegen geltendes Recht der Europäischen Union. ➔ Vertriebswege.

Vertriebskette

Vertriebssysteme, ➔ Vertriebswege.

Vertriebsleiter

Verkaufsleiter.

Vertriebspolitik

Absatzpolitik, ➔ Vertriebssysteme.

Vertriebsschiene

Vertriebswege.

Vertriebssysteme

Organisationsformen des Absatzes von Produkten und Dienstleistungen. Die hauptsächlichen V. sind a)‚werkseigen (über Verkaufsniederlassungen und Filialen), b)‚werksgebunden (über selbstständige, aber vom Hersteller abhängige Handelsbetriebe), c)‚ungebunden (über unabhängige, frei entscheidende Handelsorganisationen). Auch bestehen Mischformen der Systeme innerhalb der Vertriebskette Hersteller, Großhandel, Einzelhandel. ➔ Distribution, ➔ Leithändler.

Vertriebswege

Wege, die ein Produkt vom Produzenten bis zum Verbraucher durchläuft. Prinzipiell wird zwischen zwei Vertriebswegen unterschieden:
1. Direkter Vertriebsweg: das Produkt wird vom Hersteller direkt an den Konsumenten geliefert (Direktvertrieb);
2. Indirekter Vertriebsweg: das Produkt durchläuft mehrere Vertriebsinstanzen bis zum Verbraucher (Großhandel, Einzelhandel, Handwerker). Als zusätzliche, sehr zukunftsträchtige V. können die ' Online-Dienste und das ' Internet bezeichnet werden. ➔ Absatzplanung, ➔ Vertrieb, ➔ Vertriebssysteme.

Vibrierendes Bild

Moiré (Flimmerkontrast).

Video

(Videofernsehen), Werbemedium mit (begrenzten) Schaltmöglichkeiten (z.B. bei Spielfilmen oder Show-Videos). Effizienzkontrolle nur eingeschränkt möglich.

Video Cart

Supermarkt-Einkaufswagen mit Video-Bildschirm, der wechselnde Produktinformationen ausstrahlt.

Video on Demand

Abruf von Videofilmen nach individueller Auswahl aus zentralen Datenbanken.

Video Printer

Farbdrucker, der digitalisierte Einzelbilder aus Videosequenzen ausdrucken kann (EDV).

Videoclip

1. Kurzfilm auf Videokassette (meist zu einem Musikstück passend), oft mit eingeschnittenen Werbesequenzen.
2. Kurzer Werbe- oder Produktdemonstrations-Film auf Videokassette.

Video-Präsentation

Vorführung von Produkten oder Dienstleistungen mittels Video; wird zunehmend von Multimedia-Stationen (CDi-Recordern oder Computern) abgelöst.

Videotape

Videokassette, Magnetbildbandaufnahme. In der Werbung: Warenpräsentation, Dokumentation, Funktionserläuterungen u.a. Das V. wird teilweise (gegen Entgelt) als Werbeträger ins Haus geschickt. ➔ Video-Präsentation.

Videotext

Form der Telekommunikation zur Übertragung von Textnachrichten (und Werbebotschaften) auf dem Fernsehbildschirm.

Vierfarbendruck

auch: Mehrfarbendruck oder Buntdruck, welcher das Reproduzieren farbiger Vorlagen (Fotos u.a.) in allen Druckverfahren ermöglicht. Im V. werden folgende Normfarben eingesetzt: Cyan (Blau), Magenta (Purpur), Yellow (Gelb) und als “Tiefenfarbe“ Key (Schwarz). Vor dem Druck einer farbigen Vorlage muss diese (auf fotografischem oder elektronischem [digitalem] Weg) in Rasterpunkte aufgelöst und in die 4 genannten Farben getrennt werden. Man erhält so je einen lithografischen Film pro Farbe. Diese Rasterfilme (Lithos) dienen zur Herstellung (Kopie) der Druckplatten, von denen für den V. ebenfalls 4 Stück (den einzelnen Farben entsprechend) benötigt werden und die im Zusammendruck ( ➔ Passer) das vorlagengetreue Ergebnis sichern. Der V. benötigte früher 4 einzelne, hintereinander erfolgende Druckvorgänge. Durch Einsatz moderner Zwei- oder Vierfarbenmaschinen wurde wesentlich rationalisiert und der V. verbilligt. Auch: ➔ Buchdruck, ➔ Offsetdruck, ➔ Tiefdruck, ➔ Druckfarben, ➔ Farbenlehre, ➔ Grundfarben, ➔ Raster, ➔ AM-Raster, ➔ FM-Raster, ➔ RGB-Farben, ➔ CMYK, ➔ CLUT, ➔ additives Farbmischen, ➔ Normfarben, ➔ Leuchtfarben.

Vierliniensystem

Die Schriftzeichen erstrecken sich über das Vierliniensystem, d.h. über Oberlänge, Mittellämge, Schriftlinie und Unterlänge.

Vignette

grafisch vereinfachte Darstellung (Ornament, Zierstück, fig. Zeichnung) zur Ausschmückung einer ➔ Typografie.

Virtuell

scheinbar, der Möglichkeit nach vorhanden.

Virtuelle Realität

“Scheinbare Wirklichkeit“, durch elektronische Medien hervorgerufene Sinnestäuschungen, die wirklich gelebten Eindrücken (sehen, hören, fühlen, handeln, reagieren) sehr nahe kommen. Begonnen hat die V. R. mit der Erfindung der ➔ Holografie, weiterentwickelt wurde sie durch die dreidimensionale Bildschirmdarstellung mit der Möglichkeit des Nutzers, sich mit Hilfe von speziellen Masken u. Körpersensoren scheinbar direkt ins Bildgeschehen (Film, Computersimulation etc.) zu versetzen, um dort auch die Handlung und dem Ablauf des Geschehens zu beeinflussen. V. R. wird das Medium der Zukunft sein und Leben und Unterhaltung (Film, Fernsehen, Video) revolutionieren.

Virtuelles Studio

Im V.S. werden Kulissen nicht mehr gebaut, sondern im Rechner ➔ virtuell erzeugt. Der Akteur (Schauspieler) wird hinterher in die virtuelle Szenerie einkopiert.

Virtuelles Unternehmen

Ein regionaler oder globaler Zusammenschuss von rechtlich selbstständier Unternehmen oder Freiberufler, die via Internet an gemeinsmaen Projekten arbeiten.

Visit

“Besuch“ eines Angebotes (einer Werbeseite) im ' Word Wide Web (WWW) durch den Nutzer, gleichzeitig Definition des Werbeträgerkontaktes.

Visualisieren

bildlich darstellen, eine konzeptionelle Idee grafisch sichtbar machen. ➔ Scribble, ➔ Rough (Abb.), ➔ Layout. (Grafik).

Visualizer

Grafik-Designer, Gestalter, der Ideen aufs Papier bringt.

Visuelles Gewicht

Maß der Augenfälligkeit.

VKF

Verkaufsförderung.

VO

Voice Over: Begleittext für einen Werbespot, gesprochen von einem nicht in Erscheinung tretenden Sprecher.

Voice Mail

Die “sprechende” E-Mail entseht, wenn eine Audiodatei als Attachment verschickt wird.

Vollerhebung

Untersuchung, bei der sämtliche Elemente einer Gesamtmasse berücksichtigt werden, z.B. Volkszählung, Analyse der Gesamtleserschaft. ➔ Marktforschung.

Vollton

nicht gerasterte, einfarbig dargestellte Fläche; ➔ Ton, ➔ Tondruckfarbe. S. auch: ➔ Rastertonwerte (Abb.). (Druck- und Reprotechnik).

Volumen

beim Papier: Verhältnis zwischen Flächengewicht und Papierdicke, d.h., ein gleich schweres Papier kann, je nach chemischer Zusammensetzung und Oberflächenbeschaffenheit unterschiedlich “voluminös“ sein. Ein hohes Papiervolumen macht z.B. Buchblöcke bei gleicher Bogenzahl dicker. ➔ Papier.

Vorausexemplare

Exemplare einer Publikation, die vor dem Verkauf oder der Verteilung besonderen Interessenten (z.B. Presse) zugestellt werden.

Vorausverfügung

wichtiger Vermerk auf der Vesandhülle, der sicherstellt, dass unzustellbare Lieferungen nachgesandt bzw. die neue Anschrift dem Absender mitgeteilt wird, damit dieser seinen Adressenbestand updaten kann.

Vorbreite

Weißraum, welcher vor dem jeweiligen Zeichensteht. D.h. es wird dadurch der Abstand zum vorigen Zeichen beinflusst.

Vorkalkulation

Berechnung der voraussichtlichen Kosten für die Produktherstellung als Entscheidungskriterium für die nachfolgende Realisation. ➔ Kalkulation.

Vorsatzpapier

Verbindet Buchblock und Buchdecke. Ist üblicherweise ein stärkeres Papier, da es größeren Belastungen ausgesetzt ist.

Vorspannangebot

Unter V. versteht man eine Nebenware, die besonders preisgünstig, aber nur zusammen mit einer normalpreisigen Hauptware erhältlich ist. Ein solches ➔ Kopplungsangebot ( ➔ Lockvogelangebot) ist wettbewerbswidrig. ➔ Unlauterer Wettbewerb; s. auch Anhang: Bemerkungen zum Wettbewerbsrecht.

Vorspanntext

Anreißer. Text, welcher nach der Überschrift folgt und Interesse an dem nachfolgenden Text weckt.

Voucher

Gutschein (z.B. in Anzeigen).

 

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