Praktisches Werbe- und Marketing ABC: A

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Die kostenlose Online-Ausgabe des Fachbuchs bietet alle wesentlichen Fachbegriffe aus Werbung, Marketing und angrenzenden Bereichen klar definiert und prägnant erklärt.

ABC-Analyse

Kundenbestand wird in drei Bearbeitungssegmente aufgeteilt anhand von Umsatz bzw. DB. Analyse erfolgt aus Historie bzw. Prognose.Anwendung im Fulfillmentbereich für die Artikelplatzierung in Kommisionierzonen und im Lager. Hierbei erfolgt die Einteilung in A, B und C anhand der Zugriffshäufigkeit.

Abgleichverfahren

im Adressenhandel (Direct Marketing) die Bezeichnung für die Aussortierung von doppelt oder mehrfach vorkommenden Adressen (Dupletten), bzw. von nicht einzusetzenden Adressenbeständen. ➔ Adressenverlage
Direct-Mailing (Direktwerbung), ➔ Listbroker

Abmustern

Vergleich des Druckes (Reproduktion) mit der Original-Aufsichtsvorlage unter Normlicht-Verhältnissen mit einer Farbtemperatur von 6.500° Kelvin. (Druck- und Reprotechnik).

Abnutzungseffekt

in der Werbewirkung: ➔ Wear-out-Effect.

Abonnent

Fester (regelmäßiger) Bezieher eines Verlagserzeugnisses innerhalb eines Vertragsverhältnisses, das bei der Bestellung des Abonnements (Erstbezuges) zwischen Verlag und Kunde vereinbart wurde. ➔ Subscriber, ➔ Werbeprämie.

Abonnenten-Leser

Bezieher von Zeitungen oder Zeitschriften im Abonnement (bei ➔ Leseranalysen zu berücksichtigen).

Abrechnungssysteme

für Werbeagenturen und -berater:

  1. Pauschale (monatl. oder jährl.) Abgeltung,
  2. Honorierung von Einzelleistungen,
  3. Service-Fee-System, Aufschlag (von üblicherweise 17,65%) auf die Nettopreise aller durchlaufenden Rechnungsposten,
  4. Abgeltung der Leistungen ausschließlich über Provisionen von den Medien und Werbemittelherstellern,
  5. Kombination aus Service-Fee-System und Pauschalabrechnung, ( ➔ Billings, ➔ Budgetbestimmungen, ➔ Etat, ➔Provision, ➔ Werbeaufwendungen, ➔ Werbe-Etat, ➔ Werbekosten, ➔ Etat-Kalkulator ).  

Absatz

Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung innerhalb eines bestimmten Zeitraums. ➔ Vertrieb, ➔ Vertriebswege.

Absatzforschung

absatzbezogene Untersuchungen im Vorfeld des Marketings: Konkurrenz-, Marktstruktur- und Zielgruppenanalyse (Marktforschung).

Absatzmarkt

Markt.

Absatzplanung

planerische Grundlage für die Verkaufsziele eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Zusammen mit der A. werden Produktions-, Finanz- und Budgetplanungen und eine Aufwand- und Ertragsprognose aufgestellt. ➔ Absatzpolitik, ➔ Vertrieb, ➔ Vertriebswege, ➔ Vertriebsbindung.

Absatzpolitik

grundsätzliche Richtlinien, nach denen der Absatz von Produkten oder Dienstleistungen ausgerichtet sind und die in der ➔ Marketingstrategie ihren Niederschlag finden.

Absatzprognose

Vorhersage (Schätzung) des zu erwartenden Absatzerfolges, meist durchgeführt von kompetenten Marktforschungsinstitutionen. ➔ Prognose.

Absatzwege

Vertriebswege.

Absatzwerbung

alle unmittelbar auf den Teilbereich „Absatz“ gerichteten Werbemaßnahmen (im Gegensatz zu ➔ Public Relations). ➔ Direktwerbung, ➔ Verkaufsförderung, ➔ Verkaufsstrategie.

Abschnittsverkäufe

Sommer-, Winterschluss- und Sonderverkäufe im Einzelhandel, die speziellen gesetzlichen Regelungen unterliegen. ➔ Wettbewerbsrecht.

Absolut farbmetrisch 

Algorithmus zur Farbraumtransformation, Stanzen mit absolutem Weißpunkt.

Acces

auch: Primetime, bevorzugtes TV-Zeitsegment, meist von 18.00–21.00 Uhr.

Account

1. Werbeetat, 2. Agenturkunde, 3. Rechnung, 4. Zugangsberechtigung zu einem Netzwerk-System. Umfasst Benutzer-Namen und ggf. ein Passwort.

Action

auch: Actionshot, Kameraaufnahme.

Ad Agency

Anzeigenagentur, ➔ Werbeagentur.

Ad Copy

Anzeigen-/Werbetext.

Adaption

1. Änderung eines Layouts in ein anderes Format, 2. Angleichung (z.B. eines Textes an eine Grafik).  

AdClick

ACs beschreiben die Anzahl der erfolgten Weiterleitungen über ➔ Links, die der Nutzer durch Anklicken einer Werbung im ➔ Internet auslöst.

AdClick Rate 

Verhältnis von AdClicks zu Page Impressions, damit Effizienzkriterium der Online-Werbung. Die AdClick Rate soll angeben, wie viele Nutzer Online-Werbung auch tatsächlich angeklickt haben.

AdImpression

Meßverfahren für werbungführende Objekte, z.b. Banner. Die AdImpression misst den Sichtkontakt einer Online-Anzeige, die auf einer Website gebucht wurde. Gibt den realen Werbemittelkontakt an.

Add-a-card-Anzeige

Anzeige mit eingeklebter Bestellkarte.

Additional sales 

Möglichkeiten für Additional sales bieten Angebote auf Briefhüllen bzw. auf deren Innenseiten und auf Bestellkarten oder Angebote, die Ausgehenden Warensendungen, Rechnungen oder Zahlungserinnerungen beigefügt werden. Also eine besondere erfreuliche Form des Verkäufers, weil sie ohne oder fast ohne Werbekosten Zusatzumsätze erzielt.

Additives Farbmischen

Mischung der Lichtfarben Rot, Grün und Blau auf Farbmonitoren. Dort wo sich die Lichtflächen der verschiedenen Farben entsprechend überlappen, können alle Farben des Spektrums entstehen. Alle drei gen. Farben ergeben zusammen Weiß. ➔ Farbenlehre, ➔ Subtraktives Farbmischen.  

Additives Farbmischen

AdGame

Werbespiele im Internet, mittels derer sich der Nutzer mit einer Marke oder einem Verkaufsangebot spielend beschäftigt, oft mit Gewinnchancen gekoppelt.

Adhäsionsverschluss

Klebeverschluss von Versandumschlägen, der sich zu Kontrollzwecken öffnen und wieder schließen lässt.

Ad-hoc-Werbung 

Klasse der Außenwerbung, die u.a. auch die konstitutiven Merkmale der kurzen zeitlichen Dauer sowie die hohen Kosten bestimmt ist. In der Regel wird im Wege der Bandenbeschreibung in Sportstätten zu bestimmten sportlichen Ereignissen, die in elektronischen Medien übertragen werden, geworben. Die Ad-hoc-Werbung wird i.d.R. nur zu konkreten Veranstaltungen realisiert.

AdMail

Werbebotschaften, die an E-Mail-Nutzer verschickt werden.

Ad-Management 

Oberbegriff für die gestützte Verwaltung der Online-Werbung, besonders der Banner. Ad-Management-Software kostet zwischen 500 und 50.000 Euro.

Adressat 

Empfänger einer Sendung.

Adressenverlage

Unternehmen, die für die Direktwerbung zielgruppenorientierte Adressen zum Kauf anbieten. ➔ Direct Mailing, ➔ Direct Marketing, ➔ Listbroker, ➔ Retouren.

Adressenmittlung 

wird von Maklern (Broker) betrieben, die in fremden Auftrag fremde Adressen an- oder vermieten.

Advanced letter 

Ankündigungsbrief oder -karte, die Sie vor Ihrer eigentlichen Werbekampagne verschicken, um bei den Empfängern eine Erwartungsstimmung zu erzeugen.

Advanced postcard 

Vorankündigungskarte zur Dramatisierung des kurz darauf folgenden Werbebriefes.Eine Kostengünstige Alternative zum advanced letter.

Advertisement

kurz: Ad oder AD, Bezeichnung für ➔ Anzeige.

Advertising

Bezeichnung für Werbung im weitesten Sinn.

AdViews

Kontakte mit einer werbeführenden Seite im Internet.

AdWords 

AdWords ist ein schneller und einfacher Weg, unabhängig von Ihrem Budget zielgerichtete Werbung auf Cost-per-Click (CPC) Basis zu schalten. AdWords-Anzeigen werden neben allen Suchergebnissen einer Suchmaschine (z.B. Google) angezeigt.

AdWords Select 

Sämtliche pay-per-click Suchdienste basieren auf einem reinen Bieterverfahren. Wer für einen Suchbegriff den höchsten Beitrag pro Klick bietet, wird an prominentester Stelle in der Ergebnisliste erscheinen.

AE

Abkürzung für Annoncen-Expedition, ➔ Mittlungsvergütung.

AE-Vergütung

Provision, die ein Verlag für eine Anzeigenvermittlung an die vermittelnde Agentur zahlt, ➔ Mittlungsvergütung.

Affektkauf

Impulskauf (Emotion als treibende Kraft des Kaufverhaltens).

Affichenpapier

dünneres Papier zum Nasskleben, wird für ➔ Plakatanschlag verwendet.

Afficheur

Berufsbezeichnung für den Plakatankleber.

Affinität

Beziehung zwischen Medium und Zielgruppe (z.B. Zeitschrift und Leserschaft).

After Sales Marketing

das Bemühen um den Kunden, um ihn nach einem Kauf zum Wiederholungskauf zu bewegen.

After-Event-Letter 

Ein Nachbrief, mit dem wenige Tage nach dem Hauptmailing das Interesse der Empfänger verstärkt oder noch einmal aktiviert werden soll.

Agentur

Werbeagentur.

Agenturbriefing

Briefing

Agenturvertrag

Dienstleistungsvertrag zwischen Agentur und Auftraggeber. ➔ Agenturverträge

AGMA

Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.

AgV

Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände: Dachverband von verbraucherorientierten Mitgliedsverbänden, darunter die Verbraucherzentralen.

AIDA-Regel

Merkformel für die 4 Stufen des Verkaufsvorgangs (Werbepsychologie): – Attention (Aufmerksamkeit) – Interest (Interesse) – Desire (Wunsch) – Action (Handlung) ➔ Werbewirkung

Airbrush

Spritztechnik für grafische Arbeiten (Illustrationen), die auch für die ➔ Retusche (Bildveränderung am Positiv) eingesetzt wird. Heute weitgehend ersetzt durch die Bildbearbeitung am Computer.

Akademien

für Werbung, Kommunikation, Grafik-Design u.a., Anschriften siehe Anhang (Fachschulen).

Akkumulation

Intensivierung des Werbeeffekts durch Wiederholung der Werbemaßnahme (Anzeige) oder/und durch gleichzeitigen Einsatz mehrerer Werbeträger, die sich an die gleiche Zielgruppe richten. ➔ Kumulation.

Akquisition

Kundenwerbung (meist durch den ➔ Kontakter der Agentur).

Aktivquote 

Anteil der “Kunden” - nicht Adressen - aus der Gesamtmenge der Kunden, die in einem Zeitraum gekauft haben.  

Akzeptanz

Maß für die Aufnahme eines Produkts im Markt.

Akzidensatz 

Publizieren von Klein- und Gelegenheitsdrucksachen, wie z. B. Geschäfts- und Privatdrucksachen.

Alleinstellungswerbung

die A. bringt zum Ausdruck, dass der Werbungtreibende „der Größte, der Beste, der Preiswerteste“ etc. ist. Darf nur angewandt werden, wenn die Werbeaussage nachweisbar der Wahrheit entspricht. Allerdings: eine aggressive Alleinstellung, die den Mitbewerber unnötig herabsetzt, ist auch im Wahrheitsfall unzulässig (§_1 UWG). ➔ Deutscher Werberat, ➔ Unlauterer Wettbewerb.

Allensbacher Werbeträger Analyse

quantitative Werbeträgerforschung — Informationen über die „echte“ Reichweite eines Werbeträgers.

Allonge 

Abschnitt einer Lang-DIN-Bestell- oder Antwortkarte, der vor dem Zurückschicken abgetrennt werden muss.Wird auch als Abriß oder Talon bezeichnet.

All-you-can-afford-method

Werbeplanung, die sich ausschließlich nach dem vorgegebenen bzw. übriggebliebenen Budget richtet.

Altarfalz

auch Fensterfalz oder Gatefold: einfalzen der jeweils äußeren Hälfte eines Blattes. ➔ Falzarten.

A-Markt 

Ort mit über 50.000 Einwohnern.

Ambivalenz

widersprüchliches Verbraucherverhalten gegenüber dem gleichen Produkt, Firmenimage usw., verursacht z.B. durch schlecht gestaltete (getextete) Werbemittel. Folgen: Lähmung der Handlungs- und Kaufbereitschaft.

AM-Raster

Amplituden-modulierte (autotypische) Rasterungstechnik; konventionelles ➔ Raster für die Reproduktion von s/w- und farbigen ➔ Halbtonvorlagen: gleichmäßig angeordnete Rasterpunkte innerhalb einer bestimmten Rasterfrequenz, bzw. Rasterweite in L/cm. ➔ FM-Raster, ➔ Rasterwinkel (Reprotechnik). 

Analog

Aufzeigen von Informationen auf den bekannten physikalischen Wegen (mittels Zeigerausschlag, Stromimpulsen, Thermometerflüssigkeiten etc.) im Gegensatz zur digitalen Informationsübermittlung.

Analog-Proof 

Proof, dabei werden Filme zur Proofherstellung verwendet.

Andruck

Probedruck, erster Abdruck, erlaubt noch weitgehende Korrekturen. Der A. wird im Gegensatz zum ➔ Cromalin ( ➔ Proof) mit Druckplatten auf Auflagendruckpapier hergestellt (Druck- und Reprotechnik).

Andruck-Skala

Druck der einzelnen Farben eines ➔ Farbsatzes der Druckreihenfolge entsprechend auf dem Original-Auflagenpapier. Die AS besteht aus vier einzelnen Bilddarstellungen Yellow (Gelb), Cyan (Blau), Magenta (Purpur) und Key (Schwarz); ➔ Vierfarbendruck (Drucktechnik).

Anfangsbuchstabe

Initial (Typografie).

Anfangskolumne 

Erste Textseite eines Werkes bzw. Kapitels.

Anfragenkontroll-Test

auch: ➔ Coupon-Test, Kontrolle der Werbewirkung, z.B. einer Anfrage durch gekennzeichnete Coupons (zwecks Anforderung von Prospekten, Proben usw.), um die für das Produkt besten Werbeträger zu ermitteln (Marktforschung).

Angeschnittenes Format

Beschnitt, ➔ Blitzrand.

Anilindruck

Flexodruck (Drucktechnik).

Animated GIF (animiertes GIF)

Spezielles GIF-Format, das mehrere Einzelbilder abspielt und so ein Daumenkino-Effekt erzielt.

Ankerpunkte

PostScript, ➔ Bezierkurve, ➔ Vektor-Daten (EDV).

Annonce

Anzeige

Annoncenexpedition

Vorläuferin der heutigen ➔ Full-Service-Werbeagentur, Tätigkeitsfeld: reine Vermittlung von Anzeigenraum. ➔ Anzeigenmittler.

Announcement

1. Einblenden von Werbung im Hörfunk oder TV (in Pausen oder Programmunterbrechungen) 2. Bekanntmachungs-Werbung im weitesten Sinne.

Anreißerische Werbung

extrem aufdringliche Werbemethoden, besonders solche, die den Umworbenen in eine psychologische Zwangslage bringen können, sind unzulässig (unlauter). Beispiele: unerbetene Telefonanrufe, regelmäßiges Ansprechen von Straßenpassanten, Werbung mit Katastrophen-Sujets („Wenn Sie bei uns keine Versicherung abschließen, kann Ihnen dies und dies passieren_\u“); ➔ Deutscher Werberat, ➔ Unlauterer Wettbewerb.

ANSI

American National Standards Institute. Entspricht in den USA dem „Deutschen Institut für Normen“ (DIN).

ANSI-Zeichensatz 

Eine Weiterentwicklung des ASCII-Zeichensatzes für UNIX und Windows.

Anti-Aliasing

Glätten und Absoften von Kanten (von Illustrationen, freigestellten Objekten etc.) mittels entspr. Software am Bildschirm. Wird auch eingesetzt, um bestimmte grafische Elemente weich in einen Hintergrund einfließen zu lassen.

Antiqua

aus dem Lateinischen stammende Schrift mit ➔ Serifen.  ➔ Schriftfamilien. (Typografie).

Antizyklische Werbung

Gegenteil von ➔ Prozyklischer Werbung. Den Konjunktur- oder Saisonzyklen entgegengesetzte Werbemaßnahmen.

Antwortkarten 

Die Antwortkarte hat viele Namen ; Informations-, Anforderungs., Bestell-, Einladungs-, Gutschein-, Wertscheinkarte usw. Sie ist wichtiger Bestandteil einer Direktwerbung, weil sie Sofortreaktionen ermöglicht. Die eingehenden Antwortkarten ermöglichen die Erfolgskontrolle jeder Direktwerbe-Aktion (DWA). Um den Empfänger das Reagieren so leicht wie möglich zu machen, sind Antwortkarten in Werbebriefen bereits mit der Anschrift des Adressaten versehen.

Anzeige

(auch: Annonce, Inserat) bezahlte Bild- und/oder Textinformation in einer Druckschrift (Zeitung, Zeitschrift, Buch u.a.). Man unterscheidet:
– Offene Anzeigen (A. mit voller Namens- bzw. Firmennennung),
– Chiffre-Anzeigen (auch Kennwort-Anzeigen: verdeckte Privat-A. Selbige sind nicht erlaubt für Vollkaufleute, ➔ Unlauterer Wettbewerb),
– Privat-Anzeigen (auch Familien-A.),
– Amtliche Anzeigen,
– Geschäftliche Anzeigen. Die geschäftliche A. zählt zu den wichtigsten Werbemitteln in Deutschland, in die jährlich ca. 13 Mrd. Euro investiert werden.

Anzeigenblatt

meist wöchentlich erscheinender Werbeträger von lokaler Bedeutung. In Deutschland gibt es ca. 1.000 Anzeigenblätter mit einer Gesamtauflage von ca. 50 Mio. Exemplaren. Viele davon sind in Verbunden organisiert, so dass überregional geschaltet (geworben) werden kann. Die Konzeptionen der Anzeigenblätter sind verschieden, z.B. gibt es welche, die private Kleinanzeigen kostenlos aufnehmen. Andere sind themenspezialisiert, z.B. für Immobilien, Kraftfahrzeuge, Hausrat u.a.

Anzeigenformat

Anzeigen-Spaltenbreite.

Anzeigengestaltung

Aufmachung der Anzeige betr. Text, Grafik, Größe und Farbigkeit. Die A. richtet sich nach den angestrebten Werbezielen und nach den zu erreichenden Zielgruppen. Die Aufmerksamkeitswirkung steigt mit der Größe des Anzeigenformats, der Kompaktheit der Aussage und der günstigen ➔ Platzierung. Regel: Mehrere Blickfänge in einer Anzeige heben sich gegenseitig auf.

Anzeigenleiter

zuständig für die Anzeigenabteilung des ➔ Werbungdurchführenden (Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag). Handelt mit dem Medialeiter der Werbeagentur Rabatte und ➔ Platzierung aus.

Anzeigenmittler

vollkaufmännisch geführtes Unternehmen, das Anzeigenaufträge des ➔ Werbungtreibenden entgegennimmt und an die ➔ Werbungdurchführenden (Zeitungs-, Zeitschriftenverlage) weiterleitet. Der A. muss in der Lage sein, ➔ Mediapläne aufzustellen und den Kunden fachgerecht zu beraten (Anzeigengröße, Erscheinungsweise, Platzierung, Gestaltung).

Anzeigenplatzierung

auch ➔ Platzierung, Bestimmung des Anzeigenstandortes unter Berücksichtigung des (redaktionellen) Umfeldes. Die A. kann Gegenstand der werbekonzeptionellen Planung sein und muss mit der Anzeigenleitung ausgehandelt werden.

Anzeigen-Spaltenbreite

Breite der Anzeige, die aus dem ➔ Satzspiegel der Anzeigenseite resultiert und die den Anzeigenpreis mitbestimmt ( ➔ Millimeterpreis). Die A.-S. sind unterschiedlich, entsprechend den jeweiligen Zeitungsformaten. Für das „Berliner Format“ (Satzspiegel: 420x280 mm) gelten üblicherweise folgende Maße:
– 1 Spalte‚ =   45 mm
– 2 Spalten =  92 mm
– 3 Spalten = 138 mm
– 4 Spalten = 185 mm
– 5 Spalten = 232 mm
– 6 Spalten = 278 mm
– 7 Spalten = 325 mm
– 8 Spalten = 372 mm
Für Kleinspalten gelten folgende Maße:
– 1 Spalte‚ = ‚22 mm
– 2 Spalten = ‚46 mm
– 3 Spalten = ‚69 mm
– 4 Spalten = ‚93 mm
– 5 Spalten = 116 mm
– 6 Spalten = 139 mm
– 7 Spalten = 162 mm
– 8 Spalten = 186 mm
Geringe Abweichungen sind möglich. Die jeweils zutreffenden A.-S. entnehme man individuell den Media-Unterlagen der Verlage. ➔ Spaltenanzahl, ➔ Spaltenhöhe.

Anzeigensplitting

Belegung der Gesamtauflage einer Zeitung/ Zeitschrift mit verschiedenen Anzeigenmotiven. Mechanischer Split: die Motive erscheinen in der gleichen Ausgabe. Geografischer Split: die Motive erscheinen in verschiedenen, nach Verteilungsgebieten getrennten Teilen der Auflage.

Anzeigentarife

Preisgestaltung von Anzeigen unter Berücksichtigung von Größe ( ➔ Millimeterpreis), Farbigkeit, ➔ Platzierung (z.B. Umschlagplatzierung oder Platzierung im Anzeigen- oder Redaktionsteil [dort teurer!]) und Menge. Auf die Grundpreise werden üblicherweise folgende Nachlässe gewährt: 1. Mengennachlass (auch: Mengenstaffel), berechnet nach der Menge des abgenommenen Anzeigenraumes. 2. Malnachlass (auch: Malstaffel), berechnet aus der Anzahl der Anzeigen eines Jahres, die vom gleichen Auftraggeber stammen. 3. Wiederholungsrabatt, bei Wiederholung des gleichen Anzeigenmotivs im gleichen Medium.

Appeal

Anziehungskraft: Voraussetzung für die Kenntnisnahme der Werbebotschaft durch den Umworbenen. Auch: copy appeal, Werbeappeal.

Apperzeption

bewusste Wahrnehmung einer Werbebotschaft (drei Phasen der Werbewirkung: Selektion, ➔ Perzeption, Apperzeption, Abk.: SPA), (Werbepsychologie).

Art

„Kunst“, allgemeiner Begriff für die grafische Gestaltung in der Werbung.

Art Buyer

Beruf in der Werbung: knüpft und hält die Kontakte zu freien Mitarbeitern (Grafikern, Fotografen, Models u.a.).

Art Design

künstlerische Gestaltung.

Art Director

verantwortlicher Grafik-Designer.

Art Editor

Cheflayouter.

Art Service

künstlerischer Zulieferbetrieb für Werbeagenturen (z.B. Grafik-Studios u.a.), auch Künstlermaterial-Lieferanten.

Artwork

Gebrauchs-/Werbegrafik, künstlerische Gestaltung (auch Fotografie u.a.).

ASA

American Standards Association: international gebräuchliche Norm für Filmempfindlichkeiten (früher: DIN), Beispiele: 50 ASA = 18 DIN 100 ASA = 21 DIN 400 ASA = 27 DIN

ASCII

American Standard Code for Information Interchange (gesprochen: „Asci“); meistgenutzter Computercode zum Austausch von Informationen (zwischen verschiedenen Betriebssystemen). (EDV).

Assoziation

Kombinieren und Verknüpfen verschiedenster Gedächtnisinhalte (Erfahrungen), wobei die eine Vorstellung die andere hervorruft. ➔ Assoziationsverfahren, ➔ Brainstorming, ➔ Ideen-Test, ➔ Tachistoskopie (Marktforschung).

Assoziationsverfahren

Testverfahren, das prüft, inwieweit die unterbewusste Erwartungshaltung des Verbrauchers mit dem späteren Werbemittel (Verpackung usw.) korrespondiert. Test oft mittels ➔ Tachistoskopie, ( ➔ Marktforschung).

Asymmetrische Textanordnung

unregelmäßiger Textsatz im Gegensatz zum ➔ Blocksatz oder zur ➔ Mittelachse. ➔ Satzanordnung. (Typografie).

A-T-R Model

Awareness-trial-reinforcement model: Modell der Werbewirksamkeit (Ehrenberg-Modell): Interesse (awareness), Probekauf (Trial purchase), Wiederkauf (repeat purchasing), (Marktforschung).

Attention Value

Aufmerksamkeitswert (eines Werbemittels) ➔ AIDA Regel.

Audience Research

Verfahren zur Erforschung von ➔ Werbeträgern und deren Lesern, Zuschauern und Hörern, (Marktforschung).

Audimeter

Kontrollgerät an Rundfunk- und TV-Geräten von Panel-Haushaltungen, um ➔ Einschaltquoten zu ermitteln, (Markt- und Medienforschung).

Audiovisuelle Medien

hör- und sichtbare (elektronische) Medien wie: TV, Film, Video, Diashow u.a.

Auditiv

das Hören betreffend (Kommunikation).

Aufhänger

auch: Aufmacher, textlicher oder bildlicher Anreiz, der das Interesse für die Werbebotschaft wecken soll. Auch ➔ Blickfang.

Auflage

Gesamtanzahl der Exemplare einer Drucksache (oder CD-Produktion). Die A. ist ein wichtiger Kalkulationsfaktor: je höher die A., je niedriger der Preis pro Exemplar und umgekehrt.

Auflagenkontrolle

IVW.

Auflösung

Anzahl der ➔ Pixel (gemessen in ➔ dpi), die ein Daten verarbeitendes Gerät (Aus- oder Eingabegerät) auflöst und verarbeitet (EDV).

Aufmacher

Blickfang, ➔ Eye-Catcher.

Aufsichtsvorlage

im Gegensatz zum Dia oder Film ( ➔ Durchsichtsvorlagen) eine nichtdurchscheinende Vorlage (Reinzeichnung, Grafik, Fotoabzug u.a.), (Grafik, Reprotechnik).

Augenkamera

optisches Gerät, das die Augenbewegungen des Betrachters auf Video aufzeichnet und Aufschluss darüber gibt, welche gestalterischen Elemente und Texte vom Betrachter besonders beachtet und fixiert werden (Marktforschung).

Augenpulver

Fachbegriff für einen in zu kleinem Schriftgrad abgesetzten Text (Typografie).

AUMA

Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.

Ausdrucken

Bezeichnung für das Drucken einer Gesamtauflage (Drucktechnik).

Ausfallhonorar

finanzieller Ausgleich für eine zwar erbrachte aber nicht zur Anwendung gelangte Leistung. Beispiel: A. für einen nicht realisierten Prospektentwurf: ca. 25% vom Normalhonorar.

Ausgabeformat

Festlegung der Art und Weise sowie der Erscheinungsform von verarbeiteten Daten in einer bestimmten Ausgabeeinheit (EDV).

Ausgangszeile

letzte Zeile eines Absatzes, die nicht die volle Zeilenbreite erreicht. S. auch: ➔ Hurenkind, ➔ Schusterjunge (Typografie).

Ausgleichen

Verändern der Buchstabenabstände nach optisch-ästhetischen Gesichtspunkten. Wird häufig im Versalien-Satz angewandt. Beispiel: Zwischen den Buchstaben LA ist weniger Zwischenraum einzufügen als zwischen ND, um beim Wort LAN...D einen optisch gleichmäßigen Buchstabenabstand zu erzielen. ➔ Laufweite, ➔ Sperren (Typografie).

Ausschießen

(auch: Imposition), druckgerechtes Anordnen einzelner Seiten, damit nach dem Drucken, Falzen und Schneiden die Seitenfolge und fortlaufende 'Paginierung stimmt (Drucktechnik).

Außenwerbung

Bogenanschlag- und Plakatwerbung, auch Licht- (Neon-) und Leuchttransparentwerbung u.a. Alle Werbemittel, die im Freien angebracht oder eingesetzt werden. Weiterführende Literatur: ➔ Außenwerbung

Ausstattungsschutz

Schutzrechte.

Ausverkauf

anzeigenpflichtiger Sonderverkauf bei Geschäftsaufgabe oder Aufgabe einer Zweigniederlassung, selten über 2 Monate hinaus, zum unbedingten Abstoßen von Warenvorräten zu (stark) ermäßigten Preisen. Ausverkaufsarten sind auch ➔ Räumungsverkauf, Sonderverkäufe wegen Umbau, Brand usw.

Auszeichnungsschrift

im allgemeinen Text hervorgehobene Schrift in größerer und/oder fetterer Ausführung; s. auch: ➔ Grundschrift (Typografie).

Autor

Verfasser (Urheber) eines Werkes.

Autorenkorrektur

Korrektur durch den Autoren/Kunden, die vom ursprünglichen Manuskript abweicht und deren Ausführung deshalb gesondert in Rechnung gestellt wird.

Autotypie

auch: Netzätzung, gerasterte Druckform, die im Buch- oder Offsetdruck die Wiedergabe von Halbtönen (z.B. Fotos, Dias) erlaubt. Der ➔ Raster löst die Bildvorlage je nach den Lichtwerten in verschieden große Punkte auf (Reprotechnik).

Autotypische Farbmischung

Da beim Mehrfarbendruck die ➔ additive und ➔ subtraktive Farbmischung zusammen wirken (die Rasterpunkte können sowohl nebeneinander, übereinander oder halbdeckend gedruckt werden), entstehen Sekundär- und Tertiärfarben (Körperfarben), die sich additiv mit dem reflektierten Licht der nichtbedruckten Stellen mischen (Lichtfarben). ➔ Farbenlehre (Druck- und Reprotechnik).

AV-Medien

Audiovisuelle Medien.

Azureelinien

feine Linienanordnungen, die als Kopiersicherheit bei Dokumenten, Wertpapieren, Schecks etc. untergedruckt werden.

 

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